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Das Haus wurde im Jahre 1885 in herrschaftlichem Stil erbaut, unter Verwendung allerbester Materialen, "Für die Ewigkeit" - wie man so schön sagt. Bauherr war "Ulrich Graf von Behr-Negendank", geb. 1826. Dieser entstammte dem alten baltischen Rittergeschlecht der Grafen von Behr-Negendank Im Zeitraum von 1883 bis 1891 war er der Oberpräsident von Pommern.
Außenmauern mit 50 cm starken Ziegelwänden, Tonziegeldach, großzügigem Raumzuschnitt usw. Die großen Fenster mit schönen und teuren Ziersprossen - ein richtig tolles Gutshaus.
Verschiedene Nutzungen folgten. Zuerst wohnte der Gutsverwalter des Grafen im Haus, nach der Enteignung im Jahre 1945 wurde es als Rathaus und weiter dann als Dorfschule genutzt.
In den 80er Jahren wurde in der damaligen DDR diese aus Rentabilitästsgründen geschlossen, zu wenig Schüler gab es in dem kleinen, aus nur ca. 120 Einwohnern bestehenden Ortsteil von Drechow, als daß es sich gelohnt hätte, die Schule weiter zu betreiben. So wurde das Gebäude 1988 verlassen.
Der Wind riss bald riesige Löcher in das Dach, über 10 Jahre lang regnete es überall durch. Zwischendecken faulten und fielen herab, das Gebäude wurde fast baufällig.
Wäre da nicht der Liebhabersinn der Eheleute Samuel Degen und Andrea Liere zur rechten Zeit erwacht, hätte das Haus bald abgerissen werden müssen.
1997 entschieden sie sich zum Kauf und zur Sanierung - alle anderen Interessenten winkten zuvor frustriert ab - zu groß waren die Unwägbarkeiten und das Risiko. Mit großem Aufwand, der die Größenordnung eines Neubaues überschritt, erfolgte in den darauffolgenden zwei Jahren die umfassende Totalsanierung. Unter Federführung der Baufirma Wiese aus Tribsees arbeiteten flinke Handwerker aus der Region unermüdlich bis zur Fertigstellung im Jahre 1999. Wo anderswo in Deutschland vieles für undurchführbar gehalten würde, wurde hier mutig und sachkundig angegangen - ein Lob an die guten Handewerker der Region. (Leider verfallen in Mecklenburg Vorpommern über 80% der herrschaflichen historischen Herren- und Gutshäuser, es finden sich zu wenig "verliebte" private Investoren, die sie retten könnten. Und der Staat hat schon gar keine Mittel hierfür.)
Schöne und modernste Wohnungen unterschiedlichen Zuschnittes, jeweils mit Bad und Küche bietet jetzt das Gutshaus von Katzenow.
Auf dem großen Parkgelände wurden auch Gartenparzellen für die Dauermieter sowie ein Parkplatz für alle Hausbewohner angelegt - ein seltenes Beispiel gelungener Sanierung in dieser Region Deutschlands.